Die Zukunft ist nicht vorhersehbar, aber wir können sie beeinflussen
25. Oktober 2011
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Zur Anhörung "Grenzen des Wachstums" der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität" mit Professor Dennis L. Meadows, erklärt die zuständige Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Edelgard Bulmahn:
Die Menschen müssen mittels relevanter Indikatoren regelmäßig über den tatsächlichen Zustand unserer Welt informiert werden. Ein "weiter so" würde uns in kürzester Zeit in eine dauerhafte globale soziale und ökologische Krise führen. Nur so würden Menschen bereit sein ihr Verhalten zu ändern. Das gelte erst recht für Unternehmen.
Vorstände und Manager entscheiden sich für eine umweltfreundliche
und ressourcenschonende Wirtschaftsweise, wenn sich dies auch in
den wirtschaftlichen und finanziellen Bewertungskriterien (Indikatoren) niederschlagen wird. Aktuell messen wir allein mit dem Bruttoinlandsprodukt die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit eines Landes. Um jedoch die aktuellen und zukünftigen Probleme bewältigen zu können, benötigen Unternehmer, Politiker und Konsumenten eine Bewertungsgrundlage, die neben wirtschaftlichen Wachstum auch Umweltschäden, Ressourcenverbrauch und soziale Faktoren wie zum Beispiel Einkommensverteilung und das Bildungsniveau umfassen.
Zum anderen muss Politik den Mut zum Handeln haben. Denn wenn die Politik die Herausforderungen unserer Zeit nicht aufgreift, wäre die Demokratie gefährdet. Notwendig sind dringend Maßnahmen zur Anpassung der sich wandelnden Rahmenbedingen auf der Welt. Dazu gehören, die globale Verteilungsfrage gerecht zu gestalten sowie Umweltschäden und den Ressourcenverbrauch zu reduzieren. Gerade eine starke Demokratie muss diesen Mut haben, um den notwendigen politischen und gesellschaftlichen Wandel erfolgreich gestalten zu können.
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